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Kaffee - Mythos und Wahrheit

Nichts trinken die Deutschen lieber als Kaffee. Doch wie siehts mit den Mythen rund um den Kaffee aus?

Nichts trinken die Deutschen lieber als Kaffee: Im Jahr 2014 genoß jeder Bundesbürger durchschnittlich 162 Liter. Das entspricht etwa 800 Tassen!
Grund genug, allseits bekannte Mythen rnd um den braunen Zaubertrank einmal auf den Prüfstand zu stellen.

Mythos 1: Kaffee macht glücklich
Kaffee aktiviert das Glückshormon Dopamin. Deshalb fühlen wir uns motivierter, leistungsfähiger und können uns besser konzentrieren

Mythos 2: Kaffee entzieht dem Körper Wasser
Nein. Kaffee besteht selbst aus fast 100 Prozent Wasser. Der Körper wird beim Trinken also mit Flüssigkeit versorgt. Bei Menschen, die selten Kaffee trinken, macht sich allerdings der harntreibende Effekt von Kaffee bemerkbar - sie müssen danach rl. bald ein gewisses Örtchen aufsuchen. Tipp: Ein Glas Wasser zum Espresso kann trotzdem gut sein – es neutralisiert nämlich die Geschmacksnerven.

Mythos 3: Kaffee ist ungesund
Eher das Gegenteil trifft zu. Laut Experten wird die gesundheitsfördernde Wirkung von Kaffee unterschätzt. Kaffee enthält gesunde Schutz- und Pflanzenstoffe, z.B. wertvolle Mineralien und Vitamine. Natürlich kommt es dabei - wie überall - auf die Menge an. Wusste schon der alte Paracelsus: `Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.´

Mythos 4: Kaffeesatz eignet sich als Blumendünger
Stimmt, denn Kaffee enthält viele Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Diese kräftigen die Pflanze. Die Reste sollten vorher gut getrocknet werden. Der Kaffeesatz kann dann mit frischer Erde vermischt oder dünn gestreut leicht in die Erde eingearbeitet werden. Kaffeesatz eignet sich gut für Azaleen, Rosen, Geranien und Rhododendron, aber auch für Nutzpflanzen wie Tomaten oder Zucchini. Kaffeesatz kann man auch sehr gut zum Kompost geben - zum einen freuen sich die Regenwürmer, die den Kompost zersetzen, zum anderen werden die oben genannten Inhaltsstoffe dadurch im Kompost verteilt und `recycelt´

Mythos 5: Kaffee darf man nicht in den Kühlschrank lagern
Falsch. Kaffee ist ein Naturprodukt, verliert schnell an Aromen und hält sich im Kühlschrank länger frisch. Das A und O: eine lichtgeschützte und trockene Lagerung z.B. in einer gut und luftdicht schließenden Dose. Kaffee ist hygroskopisch, das heißt, er nimmt sehr stark Feuchtigkeit auf. Und er nimmt auch Fremdgerüche anderer Lebensmittel schnell an. Nach Gebrauch sollte die Dose also schleunigst wieder verschlossen in den Kühlschrank zurück. Durch den Temperaturunterschied bildet sich sonst Kondenswasser. Ist das erst einmal in der Dose, wird der Kaffee ranzig. Tipp: Kaffee möglichst in Bohnen kaufen und lieber öfter mal kleinere Mengen.

Mythos 6: Espresso hat mehr Koffein als Filterkaffee
Nein, er schmeckt nur stärker. Das Koffein einer normalen Tasse Filterkaffee entspricht circa dem von zwei Espressi. Woran das liegt? Espresso-Bohnen werden meist deutlich länger und heißer geröstet als Bohnen, die für Filterkaffee bestimmt sind. Dadurch wird der Koffeingehalt geringer. Warum sich das Gerücht trotzdem hartnäckig hält, ist vermutlich eine Frage unserer Wahrnehmung. Dank der lang gerösteten Bohnen ist ein Espresso tiefschwarz und schmeckt intensiver. Unter anderem Röstaromen und Öle verleihen ihm den herben Geschmack. Vermutlich assoziieren wir damit automatisch mehr Koffein.

Mythos 7: Entkoffeinierter Kaffee schont den Magen
Ja und Nein. Koffein regt den Magen an und fördert die Verdauung. Was bei vielen Menschen jedoch für Sodbrennen sorgt, ist nicht das Koffein. Schuld sind unerwünschte Säuren und Röstreizstoffe. Bei industriell hergestelltem, kurz und sehr heiß geröstetem Kaffee verbleibt oftmals ein Großteil im Kaffee. Beim Entkoffeinieren werden diese Stoffe zwar neben Koffein mitentzogen. Eine zu kurze Röstung hebt den positiven Effekt jedoch auf.  Bei empfindlichem Magen ist deshalb ein möglichst lang gerösteter, 100-prozentiger Arabica-Espresso zu empfehlen. Je länger eine Bohne geröstet wird, desto weniger Säuren enthält sie am Ende.

geschrieben von JMH am 08.06.2015 um 15:33 Uhr.
 
 

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